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Ziel des Projekts

In der Altersgruppe der 9- bis 14-Jährigen wissen mehr als die Hälfte der Kinder nicht oder nicht sicher, welche Rechte Kinder- und Jugendliche haben. Während verfassungsrechtlich gesicherte Freiheiten für die meisten Menschen selbstverständlich sind, erleben als migrantisch gelesene Menschen immer wieder, dass ihre Grundrechte im öffentlichen Diskurs oder privaten Umgang in Frage gestellt werden. In der Children’s World+ Studie der Bertelsmann Stiftung sprachen Kinder und Jugendliche, insbesondere jene mit einem Migrationshintergrund, von einem Differenzgefühl, von Ausgrenzungserfahrungen und Benachteiligung.

Im Projekt „Erzähl mir nichts – ich kenne meine Rechte“ lernen die Kinder Grund- und Menschenrechte als wichtigstes Fundament unserer Demokratie kennen. Sie erfahren, wie der Rechtsstaat sie schützt und wie sie selbst ihre Rechte nutzen können. Der direkte Bezug zur eigenen Lebensrealität stärkt das Selbstvertrauen der Kinder. Das erworbene Wissen ist zudem eine Argumentationsgrundlage, um Freiheiten für sich und andere einzufordern und Hatespeech als solche zu benennen.

Das Programm beinhaltet drei Workshops mit den Themen „Kinderrechte sind Grundrechte“, „Gefahr von rechts“ und „Ist Hatespeech (k)eine Meinung?“ und eine Exkursion zum alten Bundesrat in Bonn. Zum Abschluss stellen die Kinder ihre Erfahrungen im Rahmen einer Abschlussfeier mit der ganzen Familie vor.

Veranstaltungen

Die Veranstaltungen werden in Kooperation mit unseren lokalen Partnern an insgesamt drei Standorten in NRW angeboten.

Kinderrechte sind Grundrechte

Die Kinder lernen die in der Verfassung garantierten Grundrechte kennen, die Freiheit und Gleichheit in unserer Demokratie sichern. Aus ihnen sind die Kinderrechte formuliert, die nicht nur gegenüber dem Staat gelten, sondern die Ansprüche von Kindern an alle Erwachsenen regeln. Dabei werden praktische Fragen wie z.B. „Dürfen meine Eltern mir Hausarrest geben?“ geklärt.

Außerdem erfahren die Kinder etwas über junge Aktivist*innen z.B. die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai.

Gefahr von rechts

In diesem Workshop geht es um eine kritische Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und dem Lernen von Zivilcourage. Die Kinder lernen die Mechanismen hinter Ausgrenzung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit kennen und erhalten den Raum, über eigene Diskriminierungserfahrungen zu sprechen.

Aktuelle politische Ereignisse wie die Taten des NSU, der Terrorakt in Hanau und die Reichsbürgerbewegung werden erklärt.

Ist Hatespeech (k)eine Meinung?

Die Gefahren von Hatespeech für Betroffene und die Gesellschaft werden besprochen. Es wird behandelt welche Äußerungen durch Meinungsfreiheit gedeckt und welche strafbar sind (und warum). Außerdem lernen die Kinder, welche Denkweisen Ursachen von Hatespeech sein können und wie man Hatespeech effektiv begegneten kann.

Kooperationspartner

Mina e.V. Muslimisches Familienbildungszentrum




Zur Webseite von Mina e.V.


Manaasil Lernwelten e.V.




Zur Webseite von Manaasil Lernwelten e.V.





Zur Webseite von Friedensweg e.V.


Unterstützt vom

Förderfond Demokratie