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Im Rahmen seiner politischen Arbeit richtet sich das Aktionsbündnis muslimischer Frauen direkt an die Politik. In diesem Rahmen wurden in diesem Jahr folgende Stellungnahmen verfasst:

Berufsverbote in der Justiz

Unser Hauptarbeitsfeld ist die Gleichstellung beim Zugang zum Arbeitsmarkt – insbesondere  im Hinblick auf die Gleichstellung von Männern und Frauen und die Gleichbehandlung von Religionen und Weltanschauungen. Seit dem anhängigen Verfahren bzgl. des Kopftuchs im Rechtsreferendariat, werden in vielen Bundesländern „Neutralitätsgesetz“ in der Justiz diskutiert. Diese sollen Richterinnen aber auch Justizpersonal weit darüber hinaus treffen und sind besonders nachteilig für kopftuchtragende Frauen. Aus diesem Grund haben wir für mehrere Landtage Stellungnahme verfasst, die deutlich machen, dass die geplanten Gesetze diverse grundrechtliche Prinzipien verstoßen, parteipolitisch motiviert sind, anti-emanzipatorisch und anti-integrativ wirken und diskriminierender und vorurteilsbelasteter Einstellungen staatlich in besonderem Maße schützen.

Niquabverbot an Universitäten

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erließ Ende Januar 2019 eine Richtlinie, die das Tragen von Gesichtsschleiern in Lehrveranstaltungen, Prüfungen und Gesprächen verbietet, die sichauf das Studium beziehen. Diese Ereignisse nahm die AfD-Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein zum Anlass, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der Gesichtsverschleierung an der Hochschule verbieten sollte. In der Stellungnahme werden rechtlichen und gesellschaftspolitischen Erwägungen dargelegt. Wir halten das geplante Verbot für verfassungswidrig und darüber hinaus für kontraproduktiv im Hinblick auf eine gelingende Integration und ein friedliches Zusammenleben.