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AmF-Preis für engagierte muslimische Frauen

AmF-Preis für engagierte muslimische Frauen

Anlässlich seines 10jährigen Bestehens verleiht das AmF erstmalig einen Preis an muslimische Frauen, die sich besonders um den gesellschaftlichen Zusammenhalt verdient gemacht haben. Die Preisträgerinnen wurden von den AmF-Mitgliedsfrauen vorgeschlagen und vom Vorstand aus den Nominierungen ausgewählt. Die Preisträgerinnen haben sich in ihrem Wirken besonders für die gesellschaftliche Teilhabe muslimischer Frauen eingesetzt und repräsentieren damit auch die Belange, die das AmF im letzten Jahrzehnt besonders beschäftigt haben.

Frau Nahed Samour für den Einsatz im Bereich intersektionale Diskriminierung

Nahed Samour vertritt das Anliegen und die Interessen muslimischer Frauen als gesamtgesellschaftliches und nicht nur partikulares Anliegen. Sie setzt sich dafür ein, muslimische Frauen als aktiven Teil der Gesellschaft sichtbar zu machen, ihre Stimmen und Anliegen zu hören. In ihrer rechtswissenschaftlichen Arbeit vermittelt sie anschaulich, dass eine selektive Gewährung von Grundrechten unsere Gesellschaft spaltet und damit die Grundlage eines friedlichen Zusammenlebens untergräbt. Wir ehren Nahed Samour als begnadete Netzwerkerin, engagierte zivilgesellschaftliche Akteurin und Vorbild sowie Mentorin für den Nachwuchs.

Frau A. und Frau A. (anonym) für die Aufhebung verfassungswidriger Berufsverbote

Das gesetzliche Kopftuchverbot in NRW traf Frauen im Schuldienst: angestellte und verbeamtete Lehrerinnen, Sozialpädagoginnen, Schulpsychologinnen. Es traf Frauen, die gerade erst in den Schuldienst eingetreten waren ebenso wie Frauen, die nach jahrzehntelanger Arbeit bereits kurz vor der Verrentung standen. Die Verfahrenswege führten dazu, dass Frau A. und A. die Aufgabe zufiel, ihre Klage bis vor das höchste deutsche Gericht, das Bundesverfassungsgericht, zu tragen. Mit Mut und Ausdauer stellten sie sich über neun Jahre einer Herausforderung, um die sie nicht gebeten hatten. Die persönlichen Entbehrungen die Frau A. und A. auf sich nehmen mussten, nur um in ihrem Beruf arbeiten zu dürfen, möchten wir mit diesem Preis anerkennen. Aus emanzipatorischer Sicht sind Frau A. und A. Heldinnen, denn sie setzten sich für den uneingeschränkten Zugang zum Beruf ein – mehr als drei Jahrzehnte, nachdem die Frauenbewegung ihn eigentlich für alle Frauen (unabhängig von der Erlaubnis ihrer Ehemänner) ermöglicht hatte. Diesen beiden verdanken wir, dass seit 2015 auch kopftuchtragende Frauen wieder einen uneingeschränkten Zugang zum Lehrberuf haben. Nachdem sie endlich die Möglichkeit haben wieder ungehindert ihr Leben zu leben, möchten Frau A. und A. Unruhe um ihre Person vermeiden, weshalb sie anonym bleiben.

Frau Fadime Kranz für eine gelungene Öffentlichkeitsarbeit gemeinnütziger Projekte

Fast so wichtig wie ein gut durchgeführtes Projekt ist eine professionelle Berichterstattung. Nur dann finden sich Teilnehmende und Unterstützende, nur dann fließen Fördergelder. Als Designern und Expertin für Marketing nutzt Fadime Kranz deshalb ihre Fähigkeiten um zahlreiche Vorhaben im richtigen Glanz erstrahlen zu lassen. Gerade für muslimische Projekte und gerade für Frauenprojekte ist eine erhöhte Sichtbarkeit und ein professionelles Auftreten wichtig, um wahrgenommen zu werden. Daher zeichnen wir Fadime Kranz für ihr unermüdliches Engagement aus, wichtige Ideen gelungen in Szene zu setzen.

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